Forschung

Kompetenzen in Methoden und Domänen

Digital Industrial Service Systems sind Dienstleistungssysteme auf der Grundlage moderner Informationstechnik. Diese Technik ist Wegbereiter für digital-modifizierte und neuartig digitale Dienstleistungsgeschäftsmodelle durch veränderte „Digitalisierungsgrade“ bei Prozessen und Entscheidungen. Der Lehrstuhl entwickelt unmittelbare Lösungsbeiträge für beobachtete betriebliche Probleme oder gesellschaftliche Herausforderungen. Dazu arbeiten wir eng mit Unternehmen und Verbänden zusammen und engagieren uns bei der Beantragung und Durchfühung öffentlich geförderter Drittmittelprojekten mit interdisziplinären und teilweise internationalen Konsortien.

Unsere Forschungsfelder

Digital Industrial Platforms und Dienstleistungen
  • Digital Platforms und Ecosystems
  • Smart Services
  • Design und Management von digitalen Dienstleistungen

Business Process Management
  • Process Analytics
  • Process Mining
  • Predictive Business Process Monitoring
  • Machine Learning

→ Abgeschlossene Promotionsprojekte

Auszug aus unserer Publikationsliste

→ Alle Publikationen

Unsere Forschungsprojekte

2021

  • Ein Brückenschlag: Reinforcement Learning auf Molekül- und Prozessgraphen


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: Software Campus 2.0
    Laufzeit: 1. März 2021 - 28. Februar 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Multidimensionales Conformance Checking für Prozesse


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: Software Campus 2.0
    Laufzeit: 1. Februar 2021 - 31. Januar 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Nonparametric Bayesian Learning in Distributed Systems


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: Software Campus 2.0
    Laufzeit: 1. Februar 2021 - 31. Januar 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

2020

  • Analyse von Positonsdaten zur Ermittlung von Durchlaufzeiten in der Fertigung


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: Software Campus 2.0
    Laufzeit: 1. April 2020 - 31. Januar 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Das  Projekt "Analyse von Positionsdaten zur Ermittlung von Durchlaufzeiten in der Fertigung(APED-F)" untersucht die Realisierbarkeit der Ermittlung von Durchlaufzeiten inklusive ihrer Bestandtei-le durch die Analyse von Positionsdaten aus einem Real-Time Indoor-Localization-System

  • Deep Learning im Kontext von Predictive Maintenance


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: Software Campus 2.0
    Laufzeit: 1. Januar 2020 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

2019

  • Identifikation von Automatisierungspotentialen mit Process Mining (IdAP)


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. März 2019 - 28. Februar 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Interorganisationale Interdependenzen in Industrial-Internet-of-Things Geschäftsmodellen


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: Software Campus 2.0
    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    IIoT-Lösungen werden häufig im Kontext von Plattform- oder Innovations-Ökosystemen entwickelt. Dabei wandeln sich vertikale Beziehungen zwischen Lieferanten und Kunden zu horizontalen Beziehungen mit anderen Akteuren. Die Motivationen und Interessen aller Akteure im Ökosystem zu balancieren, insbesondere im Hinblick auf existierende Geschäftsmodelle, ist eine zentrale Herausforderung in diesem Kontext. Das Forschungsprojekt entwickelt zu diesem Zweck Frameworks und Modellierungsansätze, um IIoT-Ökosysteme zu strukturieren und im Hinblick auf die Interaktionen zwischen verschiedenen Akteuren zu analysieren.

  • Künstliche Intelligenz zur Erschließung von Potentialen zur Semi-Prozessautomatisierung


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Während der Prozessausführung werden durch nahezu alle Anwendungssysteme für stattfindende Ereignisse Daten – so genannte Ereignislogdaten – erfasst. Ein Teilbereich des Process Mining, Predictive Business Process Monitoring, beschäftigt sich mit der Vorhersage zur Evolution von Prozessinstanzen basierend auf diesen historischen Eventlogdaten. Aufgrund der begrenzten prädiktiven Güte derartiger Verfahren, oftmals bedingt dadurch, dass Geschäftsprozess immer komplexer werden, findet bislang kaum ein Einsatz in der Praxis statt. Vor diesem Hintergrund ist das wesentliche Ziel des Projektes AISA nächste Prozessschritte (Ereignisse) für laufende Prozessinstanzen mit Techniken des Deep Learning mit einer möglichst hohen Güte vorherzusagen, um die Etablierung solch einer Lösung bei DATEV zu erreichen. Durch eine vorgelagerte Anomalieerkennung und eine (Standard-)Ablauferkennug soll die Güte des Ergebnisses weiterhin verbessert werden. Zudem sollen über die üblicherweise genutzten Eventlogdaten (insb. Prozessinstanz Id, Ereignis und Zeitstempel) hinaus auch prozessbegleitende Kontextinformationen, welche die Prozessausführung charakterisieren, extrahiert und für die Vorhersage miteinbezogen werden. Solche Kontextinformation können z.B. Informationen aus prozessbegleitenden Belegen oder Informationen zum Anwendungssystem selbst sein.

2018

  • Automatisiertes Content-Providing durch Smarte Steuersysteme


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: FuE-Programm „Informations- und Kommunikationstechnik“
    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2019
    Mittelgeber: andere Förderorganisation, Bayerische Staatsministerien

    Ein reißender Strom an Zustandsdaten ist das Nebenprodukt moderner Industrieanlagen in der Digitalen Fabrik. Dieser Datenstrom ist Antrieb für digitale industrielle Dienstleistungssysteme, die auf der zeitnahen Datenauswertung fußen. So haben Forscher und Entwickler in Betrieben und an Universitäten zahlreiche Methoden und Techniken für die vorausschauende Wartung von Anlagen entwickelt. Für den klassischen industriellen Aufgabenbereich der Technischen Dokumentation, welche durch die Komplexität moderner Industrieanlagen zunehmend herausgefordert und teilweise auch überfordert wird, wurden die Innovationspotentiale der Digitalisierung bislang nicht strukturiert erschlossen. AutoCoP basiert auf der überzeugung, dass die Dateninfrastruktur der Digitalen Fabrik und intelligente Algorithmen die Anlagendokumentation (teil-) automatisiert strukturieren und dynamisch weiterschreiben können. AutoCoP erkennt durch die Auswertung von Sensordaten anomales Verhalten und Fehlerfälle von Industrieanlagen und führt diese Beobachtungen mit Kontextinformationen sowie Expertenwissen erfahrener Redakteure zusammen. So entstehen klare Handlungsanweisungen für komplexe Fehlerfälle, die an der Maschine bereitgestellt werden und Diagnosen sowie Korrekturen durch Anwender mit unterschiedlicher Erfahrung und Qualifikation ermöglichen.

  • Bayessche Vorhersagemodelle auf Basis von Kontextinformationen für das Monitoring von Geschäftsprozessen


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 6. März 2018 - 31. Dezember 2018
    Mittelgeber: Bayerische Forschungsallianz (BayFOR)

    Das vorausschauende Monitoring von Geschäftsprozessen ist eine der maßgeblichen Herausforderungen im Process Mining. Ein Anwendungsfeld stellt die Vorhersage von zukünftigen Prozessschritten dar, die es erlaubt mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. In der Regel enthält das Vorhersagemodell Informationen über die Prozessschritte. Diese sind jedoch in vielen Fällen ungenügend für eine verlässliche Vorhersage. Kontextinformationen über die Prozessinstanz haben sich in vielen Anwendungsgebieten des Geschäftsprozessmanagements als nützlich erwiesen, da sie zusätzliche Informationen zum Ziel, der Organisation sowie der Prozessumgebung enthalten. Vor diesem Hintergrund erscheint das Einbeziehen von Kontextinformationen in das Vorhersagemodell sinnvoll. Da die Hintergrundinformationen allerdings eine zusätzliche Ungewissheit für das Modell mit sich bringen, werden wir weiterhin den Einsatz von Bayesschen Verfahren für die Vorhersage evaluieren.

2017

  • smartmarket²: Entwicklung mobiler Applikationen für standortbezogene Dienstleistungen


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: Interaktive Einkaufserlebnisse in Innenstädten durch digitale Dienstleistungen
    Laufzeit: 1. März 2017 - 29. Februar 2020
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    URL: http://www.smartmarketsquare.de

    smartmarket² überträgt erfolgreiche Strategien des Onlinehandels auf den innerstädtischen Handel. Ziel ist die Entwicklung von Mehrwertdiensten und Apps für mobile Endgeräte, die ein interaktives Einkaufserlebnis für Kunden in urbanen Räumen schaffen. Die Dienstleistung stützt sich neben Preis und Vielfalt des Warensortiments in innerstädtischen Quartieren auch auf die dortige Atmosphäre. Ebenso werden die Interaktion des Kunden mit Händlern sowie Interaktionen zwischen Gruppen von Kunden und Händlern beachtet. Kunden erhalten entsprechend ihrer Vorlieben und ihres momentanen Innenstadtstandorts Informationen wie aktuelle Händleraktionen und -kampagnen auf ihre mobilen Endgeräte. Indem Kunden nach Produkten suchen, diese bewerten und rezensieren, generieren sie produktbezogene Informationen. Diese und weitere Daten zu Kundenverhalten werden ausgewertet, um passgenaue Angebote für innerstädtische Besucher zu generieren und diese in die Ladengeschäfte zu „ziehen“. Durch Schaffung eines digitalen Marktplatzes können lokale Einzelhändler kombinierte Aktionen erstellen oder im Rahmen der Beratung Kunden an andere beteiligte Händler mit passenden Produkten verweisen.

     

2015

  • FOKUS:SE - Das Forschernetzwerk Service Engineering


    (Projekt aus Eigenmitteln)
    Laufzeit: 1. Januar 2015 - 1. Januar 2018
    URL: http://fokusse.infai.org/

    Dienstleistungen, sogenannte Services, sind für Wirtschaft und Gesellschaft von hoher Relevanz. Der Erfolg und die Qualität einer Dienstleistung am Markt hängen dabei in besonderem Maße von deren Konzeption und Gestaltung ab. Die systematische Entwicklung von Services durch umfassende, strukturierte und standardisierte Prozesse bildet die Grundlage des Service Engineerings, die in Deutschland an verschiedenen Forschungseinrichtungen theoretisch und praktisch beforscht wird.

    Als Problem kann die bisher häufig unzureichende Vernetzung der existierenden Forschungsaktivitäten angesehen werden.FOKUS:SE - das Forschernetzwerk Service Engineering setzt an dieser Stelle an und möchte Forscher im Bereich des Service Engineerings vernetzen. Dazu befasst es sich mit der Verknüpfung, Entwicklung und Weiterentwicklung sowie dem Transfer von bestehenden Forschungsaktivitäten einzelner Forschungszentren Deutschlands im Bereich Service Engineering, hin zu einem ortsübergreifenden themen- und aufgabenbezogenen Austausch. Ein derartiges wissenschaftliches Netzwerk schafft für alle, im Bereich des Service Engineerings, arbeitenden Wissenschaftler und auch Praktiker eine Vielzahl von Vorteilen und ist damit von großer Bedeutung.
     Das Forschernetzwerk FOKUS:SE ist offen für alle interessierten Teilnehmer. Es lebt vom Austausch und der Teilnahme der beteiligten Forscher.Folgende Arbeitsweise sieht das Forschernetzwerk vor:
      * Im Rahmen des Netzwerks wird ein Austausch und die Koordination der Forschungstätigkeiten speziell von Nachwuchswissenschaftlern (Doktoranden, Post-Docs und Juniorprofessoren) ermöglicht.

     * Ziel ist die Verbindung und Weiterentwicklung bestehender Forschungsaktivitäten zum Thema Service Engineering und die Stärkung der Wissenschaftscommunity und Intensivierung der Zusammenarbeit. Die unterschiedlichen Potentiale auf dem Gebiet des Service Engineerings und die individuellen Stärken/ Schwerpunkte der Netzwerkmitglieder werden gebündet, transferiert und ausgebaut.
     
    * Etwa halbjährlich werden Netzwerkevents durchgeführt. Dazu werden in Abstimmung mit den Mitgliedern auch nationale und internationale Experten eingeladen. 

     

     

     

  • Propelling Business Process Management by Research and Innovation Staff Exchange


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: RISE_BPM
    Laufzeit: 1. Mai 2015 - 30. April 2019
    Mittelgeber: Europäische Union (EU)
    URL: http://www.rise-bpm.eu

    RISE_BPM networks world-leading research institutions and corporate innovators to develop new horizons for Business Process Management (BPM). BPM is a boundary-spanning discipline focused on division and re-integration of day-to-day work in organisations and on analysis of process data for organisational decision-making. Recent break-through innovations in Social Computing, Smart Devices, Real-Time Computing, and Big Data Technology create a strong impetus for propelling BPM into a pervasive corporate topic that enables design of entirely new products and services.


    All RISE_BPM consortium members possess excellent expertise in distinct aspects of the BPM lifecycle, ranging from Strategy and Modelling to Implementation and Analysis of business processes. RISE_BPM networks this complementary knowledge to create a unique environment for BPM research and innovation. The research activities are organised with reference to the design-science paradigm, including joint activities for analysing technological enablers and societal impact factors, as well as designing innovative IT artefacts for the BPM lifecycle.Staff secondments and joint events promote a cumulative exchange of knowledge in a think-pair-square-share approach that networks large-scale research capabilities and innovation projects carried out by the involved organisations. Key objectives of RISE_BPM are (a) to propel BPM research into the era of Social Computing, Smart Devices, Real-Time Computing, and Big Data Technology; (b) to enable companies to develop new products and services for designing and analysing business processes; and (c) to supply the involved staff with a unique intellectual environment for accumulating boundary-spanning knowledge and skills that refer to the entire BPM lifecycle.
    RISE_BPM extends the established administrative structures of the European Research Center for Information Systems (ERCIS) by involving additional BPM thought leaders and corporate innovators.

     

     

2014

  • PUSH Münsterland: Produkt-Servicekombinationen entwickeln und nutzen


    (FAU-externes Projekt)
    Laufzeit: 15. August 2014 - 14. August 2015
    Mittelgeber: Europäische Union (EU)
    URL: http://www.push-muensterland.de/

    Hybride Wertschöpfung beschreibt das Angebot kundenspezifisch angepasster Leistungsbündel aus Sach- und Dienstleistungen. Das Angebot dieser hybriden Leistungsbündel erfordert von Unternehmen eine Weiterentwicklung von Geschäftsmodell und betrieblichen Abläufen. Dies erfordert neuartiges Wissen, neuartige Kompetenzen und Ressourcen, die bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) oft nicht vorliegen. Das Projekt sensibilisiert die KMUs in der Projektregion für die Hybride Wertschöpfung, trägt Wissen und Lösungsschablonen zusammen und entwickelt konkrete Methoden und Werkzeuge, um ihnen das Wissen über Hybride Wertschöpfung zugänglich zu machen.

     

2013

  • Nutzerakzeptanz und Dienstleistungskonzeption


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: Crowdsourcing-Ladedienste durch Kleinanbieter als innovatives Geschäftsmodell
    Laufzeit: 1. Dezember 2013 - 31. Januar 2017
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: http://www.crowdstrom.de/

    Das CrowdStrom-Projekt entwickelt ein innovatives Dienstleistungsgeschäftsmodell, das die Nutzung von kleinen und privaten Ladepunkten durch andere (fremde) Nutzer ermöglicht. Ein solches Geschäftsmodell erfordert neue standardisierte Dienstleistungsprozesse wie zum Beispiel die versorgerübergreifende Abrechnung von Ladevorgängen. CrowdStrom adressiert diese Herausforderungen mit einem Crowd-Sourcing-Systemansatz. Durch die methodisch gestützte Ermittlung von Preiserwartungen und Zahlungsbereitschaften wird die Gestaltung von Anreizsystemen unterstützt. Im Rahmen einer ausführlichen Analyse werden rechtliche Hürden bei der Umsetzung des Konzeptes identifiziert, die entstehen wenn Verbraucher zum „Stromhändler" werden. CrowdStrom entwickelt darüber hinaus ein Softwareportal zur Abwicklung von Prozessen und Datenflüssen zwischen den beteiligten Marktteilnehmern. Der Betrieb dieses Portals und die Integration der Teilleistungen der Marktteilnehmer ist ein innovatives Dienstleistungsgeschäftsmodell für Versorgungsunternehmen und Mobilitätsinfrastrukturbetreiber. Im Ergebnis wird der Betrieb einer öffentlichen Ladeinfrastruktur auf Basis existierender Versorgungseinrichtungen der Privaten ermöglicht.

     

  • Software-Prototypen für die erfahrbare Integration


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: Erfahrbare Integration von Sach- und Dienstleistung für bedarfsgerecht koordinierte hybride Wertschöpfungspartnerschaften
    Laufzeit: 1. Dezember 2013 - 30. November 2015
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: http://www.cooperation-experience.de

    HINTERGRUND
    Erfolgreiche Innovationen in Geschäftsmodellen erfolgen heute zunehmend auf der Ebene von Wertschöpfungsnetzwerken. Im Maschinen- und Anlagenbau wurden die Potenziale, die mit der Kombination von Kompetenzen und Leistungsbeiträgen unterschiedlicher Wertschöpfungspartner zu neuartigen Bündeln von Sach- und Dienstleistungen verbunden sind, bereits erkannt. Im Rahmen erster verfügbarkeits- bzw. ergebnisorientierter Betreibermodelle werden nicht mehr allein Maschinen vertrieben, sondern dem Kunden werden komplexe Problemlösungen angeboten, die die Kundenzufriedenheit steigern und sich von Wettbewerbsangeboten klar differenzieren lassen. Durch die mehrfache Nutzung einzelner Maschinen durch größere Kundengruppen kann zudem die Ressourceneffizienz gesteigert und ein Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet werden. Die Potenziale der hybriden Wertschöpfung gelten in besonderem Maße auch für den nachhaltigen und lebenszykluskostenoptimierten Bau und Betrieb von Gebäuden.

    KOOPERATIONSPROBLEME IN WERTSCHöPFUNGSNETZWERKEN
    Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Voraussetzungen zur Erreichung der Ziele der hybriden Wertschöpfung bisher keinesfalls gegeben sind. Ein wesentliches Hindernis zur Realisierung der Ziele besteht darin, dass die Komplexität der Integration der heterogenen beteiligten Akteure bisher nicht beherrscht werden kann. So bestehen beispielsweise regelmäßig keine Einigkeit und Transparenz darüber, welche Informationen von den einzelnen Akteuren im Laufe des Produktlebenszyklus dem Wertschöpfungsnetzwerk zur Verfügung gestellt werden müssen. Dies gilt im Maschinen- und Anlagenbau genauso wie beim Bau und Betrieb von Gebäuden. Im letzteren Fall müssen vielfältige Akteure, wie Architekten, Bauunternehmen, Handwerker, Bauherren und Facility Manager, ihre materiellen und immateriellen Leistungsbeiträge in neuartiger Weise entlang des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes aufeinander abstimmen, um anspruchsvolle wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele gemeinsam erreichen zu können. Referenzlösungen für die umfassende Integration der Akteure liegen derzeit in vielen Bereichen noch nicht vor; sie stellen jedoch die notwendige Voraussetzung für die Realisierung komplexer, innovativer Leistungsangebote dar. Zugleich fehlt es sowohl im Maschinen- und Anlagenbau als auch im Bau und Betrieb von Gebäuden an Simulationswerkzeugen, welche die Abstimmung zwischen den Wertschöpfungspartnern bereits in frühen Phasen der Planung erlebbar machen und damit die kritisch-konstruktive und realistische Bewertung durch die beteiligten Partner erleichtern.ENTWICKLUNG EINER INNOVATIVEN KONZEPTIONSMETHODE
    Ziel des Projektes Cooperation Experience ist es daher, das Management der Integration von Sach- und Dienstleistern in hybriden Wertschöpfungsnetzwerken durch eine innovative Konzeptionsmethode zu unterstützen, welche sich sowohl durch die visuell unterstützte Planung der Integration als auch deren möglichst unmittelbare Erfahrbarkeit im Rahmen einer softwaregestützten Testumgebung auszeichnet. Mit der Testumgebung entsteht der Prototyp eines Visualisierungswerkzeuges, das der Definition der partnerübergreifenden Integration in hybriden Wertschöpfungsnetzwerken dient und noch während der Planung die interaktive Simulation der Zusammenarbeit ermöglicht. Der Betrachtungsschwerpunkt wird dabei insbesondere auf der bedarfsgerechten Koordination der Wertschöpfungsnetzwerke im Back Office-Bereich liegen. Während im Front Office-Bereich die Spezifikation des Sach- und Dienstleistungsbündels, das der Kunde für seine Problemlösung zu nutzen plant, im Vordergrund steht, ist im Back Office-Bereich die Zusammenarbeit und Koordination der Wertschöpfungspartner zu betrachten, ohne die die effiziente Realisierung hybrider Leistungsbündel nicht möglich ist. Das Back Office betrifft somit z. B. die Fragen, wie eine koordinierte gemeinsame Kundenakquise durchzuführen ist, die Absatzprognose durch gemeinsame Datennutzung verbessert werden kann, die Produktentwicklung partnerübergreifend gestaltet wird sowie bei der Erbringung der Leistungen die einzelnen Wertschöpfungsbeiträge optimal aufeinander abgestimmt werden können.DESIGN SCIENCE RESEARCH UND WEITERE METHODISCHE BASIS
    Im Rahmen von Cooperation Experience steht, in Anlehnung an das Design Science Paradigma, die Schaffung von Artefakten in Form eines Referenzmodells bzw. anwendungsfallspezifischen Modellinstanzen und aus diesen teilautomatisiert ableitbaren informationstechnischen Implementierungen im Vordergrund. Das Referenzmodell stellt Partnern in sich neu bildenden Wertschöpfungsnetzwerken common- bzw. best-practice-Wissen zur Verfügung und dient somit als Ausgangspunkt für eine Abstimmung von Projekten und Projektabläufen bereits im Vorfeld oder in frühen Phasen des Projektes. Die Implementierung der Modelle in Form von erlebbaren Umgebungen ermöglicht zudem realistische Tests der Kooperation und die Aufdeckung potenzieller Mängel im Informationsaustausch zwischen den Akteuren. Die Schaffung und Adaption der vielfältigen Arten von Informationssystem-Artefakten erfolgt unter Rückgriff auf weitere bewährte Methoden der Wirtschaftsinformatik. Neben der Informationssystem-Referenzmodellierung sind insbesondere die betriebswirtschaftlich-inhaltliche Prozessanalyse, das Method Engineering, das Model-Driven Development und das prototypengestützte Software Engineering hervorzuheben. Die geschaffenen Artefakte werden zudem evaluiert.

     

     

2012

  • Föderales Informationsmanagement


    (Projekt aus Eigenmitteln)
    Viele Verwaltungen pflegen ihre Informationen zu Verwaltungsverfahren selbst. Dies führt zu einer heterogenen Informationslandschaft. Wichtig für einen zuverlässigen Verwaltungsservice ist jedoch, dass gleiche Inhalte auch immer gleich beschrieben werden. Genau hier setzt das Vorhaben FIM an. Durch eine Kombination von fachlicher und technischer Standardisierung soll ein Informationsmanagement aufgebaut werden, welches alle föderalen Ebenen beim Informationsaustausch untereinander (Verwaltungsverfahren) und mit den Bürgerinnen und Bürgern (Verwaltungsservice; i.d.R. Anfangs- und Endpunkt eines Verwaltungsverfahrens) unterstützt. Wesentliche Grundlagen für ein Verwaltungsverfahren sind die FIM-Bausteine:
      * Leistungen: Sie informiert Bürgerinnen und Bürger sowie Wirtschaft über Leistungen der öffentlichen Verwaltung.

     * Formulare: Es dient der Beantragung einer Leistung unter Angabe verschiedener Informationen des Antragsstellers.

     * Prozesse: Der Antrag über ein Formular initiiert einen Leistungserbringungsprozess innerhalb der Verwaltung, an dessen Ende in der Regel ein Bescheid zugestellt wird.
    Im Rahmen des Projektes FIM beschäftigt sich der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Münster mit der Standardisierung der FIM-Säule „Formulare" - gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der TU München, der fortiss GmbH, An-Institut der TU München und der Steinbeis Hochschule Berlin. Dabei wird das Konzept eines Formularrepositories erarbeitet, welches die einheitliche, modulare Nutzung von Formularbausteinen über alle föderalen Ebenen hinweg ermöglichen soll.

     

     

     

2011

  • Deutsch-Russisches Innovationsforum - Promoting business process management excellence in Russia


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Gesamtprojekt)
    Laufzeit: 1. November 2011 - 30. April 2012
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: http://propeller.ercis.org
  • German-Brazilian Workshop on Management and Engineering of IT-Supported Business Networks, Administration Networks and Social Networks


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Gesamtprojekt)
    Laufzeit: 1. April 2011 - 31. Juli 2011
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: http://deubranet.ercis.org/
    Today, we observe the emergence and proliferation of networks in almost all aspects of professional and private life as parts of a shift towards a Networked Society. DeuBraNet 2011 provides a platform for inter-disciplinary discussions and presentations of Brazilian and German researchers that study networks in business and public administration as well as social networks to mere the understanding of the Networked Society and to identify prospects for future research. The DeuBraNet 2011 is funded by the German Federal Ministry of Research of Education and Research (BMBF) in the context of the German-Brazilian Year of Science, Technology and Innovation 2010/11. We gratefully acknowledge the support of the International Bureau of the BMBF.

     

2010

  • Bilaterale Kooperationsanbahnung Brasilien - Evaluating Standards for Interorganizational Process Integration in Brazilian-German Value Networks


    (Projekt aus Eigenmitteln)
    Laufzeit: 1. Mai 2010 - 31. Mai 2010

    Dieses Vorhaben dient der Vorbereitung eines Antrags zur Einzelprojektförderung. Es basiert auf wissenschaftlichen Vorarbeiten des Antragstellers und einer existierenden wissenschaftlichen Kooperation mit Forschern im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina. Das Projekt soll federführend durch das Institut für Wirtschaftsinformatik, European Research Center for Information Systems (ERCIS), an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und die Universidade para o Desenvolvemento do Alto Vale do Itajai (UNIDAVI), Rio do Sul, Santa Catarina, Brasilien, bearbeitet werden.

    Interorganisationale Standards (IOS) (auch: Enterprise Systems Interoperability (ESI), E-Business Standards, Vertical IS Standards) unterstützen eine Integration betrieblicher Anwendungssysteme zur Abbildung organisationsübergreifender, integrierter Geschäftsprozesse.
    Die Vielzahl existierender IOS unterscheidet sich unter anderem durch adressierte Branchen (z.B. Energieerzeugung, Elektronik), betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche (z. B. Produktdatenaustausch, Auftragsbearbeitung) und hinsichtlich ihrer technischen Implementierung (z. B. EDI, XML). Das beabsichtigte Projekt SIPI entwickelt eine Methode zur Entscheidungsunterstützung, die Organisationen in Szenarien der Zusammenarbeit in international verteilten Wertschöpfungskooperationen bei der Auswahl geeigneter Standards unterstützt. Als Anwendungsfall werden brasilianisch-deutsche Unternehmenskooperationen untersucht und in Zusammenarbeit mit Praxisanwendern eine evaluationsgestützte Weiterentwicklung des Konzepts verfolgt.

    Der grundlegende wissenschaftliche Beitrag des beabsichtigten Vorhabens ist eine Integration verschiedener theoretischer Erklärungsansätze, um eine Evaluation von Standards im Sinne einer „Gütebestimmung" zu unterstützen. So soll eine Bewertung einzelner Standards im Hinblick auf die Anforderungen eines Anwenders oder der Vergleich verschiedener Standards unterstützt werden. Entsprechende Arbeiten sind für andere künstliche Grammatiken (insb. für konzeptionelle Modellierungssprachen) bekannt, liegen für ESI-Standards jedoch nicht vor.

     

2006

  • Flexible Informationssystem-Architekturen für hybride Wertschöpfungsnetzwerke


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Gesamtprojekt)
    Laufzeit: 1. Oktober 2006 - 31. März 2010
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: http://ercis.org/node/127

    Die Anpassung hybrider Wertschöpfungsnetze an dynamische Marktbedingungen erfordert sowohl die organisatorische Abstimmung der Geschäftsprozesse als auch die informationstechnische Integration der betriebswirtschaftlichen Softwaresysteme der beteiligten Produzenten und Dienstleister. Ziel des Projektes „FlexNet“ war es, den Aufwand zur dynamischen Reorganisation hybrider Wertschöpfungsnetze durch die Bereitstellung einer flexibel anpassbaren Informationssystemarchitektur zu reduzieren.

    Aus organisatorischer Sicht stellt die Informationssystemarchitektur innerhalb eines Referenzmodells Prozessbausteine bereit, die sich flexibel zu situationsspezifischen Wertschöpfungsnetzen verbinden lassen.Aus softwaretechnischer Sicht liefert die Informationssystemarchitektur Spezifikationen für Softwarekomponenten, welche die zuvor entworfen hybriden Geschäftsprozesse informationstechnisch umsetzen und sich dabei jeweils flexibel zu neuen hybriden Wertschöpfungsnetzen integrieren lassen. Entsprechende Softwarekomponenten ermöglichen es Produzenten und Dienstleistern, ihre Informationssysteme leichter und besser in Kooperationen aufeinander abzustimmen.

    Ausgewählte Softwarekomponenten und Services wurden im Rahmen des Projektes prototypisch implementiert und bei den Anwendungspartnern eingesetzt. Die Realisierungen leisten einerseits einen Beitrag zur Evaluation der konzeptionellen Ergebnisse und unterstützen andererseits die Verbreitung der Ergebnisse, indem in der Praxis angewendete Realisierungen präsentiert werden können.

     

     

  • Internationales Forschnungsnetzwerk für E-Government zwischen Deutschland und Brasilien


    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Gesamtprojekt)
    Laufzeit: 1. Januar 2006 - 30. Juni 2009
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Aufbauend auf existierenden konzeptuellen und technologischen Vorarbeiten und einem bereits institutionalisierten internationalen Forschungsnetzwerk zwischen Deutschland und Brasilien verfolgte das Projekt TransReg im Bereich der Verwaltungsmodernisierung die Handlungsschwerpunkte Front-Office-Gestaltung, Back-Office-Gestaltung und strategische Steuerung. Zu diesem Zweck wurden am European Research Center for Information Systems (ERCIS) wurden in Vorarbeiten Informationssysteme, Methoden und Instrumente für die genannten Bereiche entwickelt.

    Auf der Basis einer vergleichenden Analyse der Verwaltungsstrukturen in Deutschland und Brasilien wurden drei in Deutschland geschaffene Technologien in Form von Softwareprototypen an die Verhältnisse in Brasilien angepasst, in einer Modellregion eingeführt und anschließend deren Nutzen nachgewiesen.
     Forschungspartner des Projektes waren die Städte Emsdetten, Münster, Rio do Sul, Florianopolis, Ituporanga, der Städteverband Associação dos Municípios do Alto Vale do Itajai (AMAVI), der Kreis Warendorf sowie das kommunale Rechenzentrum der Stadt Münster Citeq.